15. Spieltag

Urbanspor 361 3 - 0 SC Kristall Berlin
12 Mrz 2016 - 12:00Wiener Straße 59 A-G, 10999 Berlin

Null Punkte in Kreuzberg – schwarzer Tag des 23. Mannes

Sehr dünn besetzt mit gerade mal 12 Mann waren wir gestern beim Freizeitmeister von 2014 und derzeitigem Tabellen-Fünften Urbanspor 361 zu Gast. Leider mussten wir nach 90 Minuten ohne Punkte und mit fadem Beigeschmack nach Hause fahren, denn hier war mehr drin gewesen und der letztliche Endstand von 3:0 (2:0) sportlich gesehen zu hoch.
Doch wie so oft in dieser Saison bringen wir uns gleich zu Beginn in Schwierigkeiten. Exakt wie vor einer Woche waren nicht mal 5 Minuten gespielt, da liegen wir schon mit einem Tor zurück. Und das ganze passiert denkbar einfach: lange Flanke von außen an den 2. Pfosten, keiner steht wirklich zur Abwehr bereit und der nicht gerade als Kopfballungeheuer bekannte Stürmer kann einnicken. Wir sind anschließend total von der Rolle und brauchen gute 20 Minuten zurück zu unserem Spiel. Die ersten guten Angriffsaktionen nach Kontern verpuffen jedoch noch in recht harmlosen Abschlüssen. Bis hierhin ist es ein äußerst faires Spiel von beiden Seiten. Es folgt die 32. Minute. Urbanspor mit einem langen Ball in die Spitze, Markus ist nach einem Laufduell eher am Ball, als der gegnerische Stürmer ihn klar, aber denkbar unabsichtlich, von hinten trifft und er zu Boden geht. Jeder auf dem Platz, inklusive der halben Mannschaft von Urbanspor und dem betroffenen Stürmer, warten auf den Pfiff, doch die Pfeife des schwächsten Mannes auf dem Platz bleibt stumm. Ein einfacher Pass in die Mitte und es steht 2:0. Bis zur Halbzeit sind wir fortan mehr mit der Diskussion über diese fragwürdige Schiedsrichterleistung, als mit unserem Spiel beschäftigt, was der Gegner zum Glück nicht weiter ausnutzen konnte.
Nach der Pause besinnen wir uns wieder auf unsere Stärken und drängen Urbanspor in die eigene Hälfte. Und siehe da, wir kommen kurz hintereinander zu richtig guten Chancen durch die Gebrüder Storch und Manu (53., 54., 56. Min.). Allein der Torerfolg bleibt aus, sonst wäre das hier definitiv ein anderes Spiel geworden. Dann folgt zu unserem Leid wieder eine ganz schwache Phase des Unparteiischen, der viel zu viel übersieht und Karten nur für unser Lamentieren übrig hat. Somit bringen wir uns wieder um die gewonnene Platzhoheit und Urbanspor kommt zurück ins Spiel. Das 3:0 – ein Eigentor – in der 77. Minute nach mehreren Abstimmungsfehlern in der Hintermannschaft ist die Folge. Eine letzte grob unschöne Szene gab es noch in der Nachspielzeit, als Reppich von seinem Gegenspieler unnötigerweise von hinten umgetreten wird und nur noch vom Platz humpeln kann. Gute Besserung an dieser Stelle. Ansonsten war das Verhalten beider Mannschaften untereinander allerdings das ganze Spiel über respektvoll.
Ich will die Schuld unserer Niederlage nicht beim Unparteiischen suchen, auch wenn er ein „alter Bekannter“ ist. Dennoch sollte sich ein Jeder im Vorfeld hinterfragen, ob er solchen Ansetzungen gewachsen ist und auch wirklich den Neutralitäts-Bonbon zum Frühstück verputzt hat. Ändern wird das ganze leider nichts, es sei denn, die Verantwortlichen werden sich zukünftig Fehler eingestehen können und es das nächste Mal besser machen. Vielmehr sollten wir uns in Zukunft wieder mehr auf unser eigenes Spiel konzentrieren, auch wenn es einen durch äußere Umstände wiederholt schwer gemacht wird. Denn ansonsten reicht bereits eine eher bescheidene gegnerische Leistung (nichts gegen euch Urbanspor, aber das könnt ihr weitaus besser), um sich drei Punkte gegen uns zu verdienen. Trotz alledem war unsere sportliche Leistung gestern keineswegs eines Absteigers würdig, weswegen ich mir (noch) keine Sorgen um den Klassenerhalt mache.
Gez. Beckenbauer u. El Presidente